Handwerklicher Geigen- und Streichbogenbau ist UNESCO immaterielles Kulturerbe – Präsentation auf der akustika Nürnberg 2026

Die internationale „Messe für Musik“ – akustika Nürnberg geht vom 24. bis 26. April in die nächste Runde. Über 250 Aussteller und 80 Konzerte verwandeln die Messe Nürnberg in „A house full of music“. Ein wichtiger Angebotsbereich ist der handwerkliche Geigen- und Streichbogenbau, der im März als immaterielles Kulturerbe ins Bayerische Landesverzeichnis aufgenommen wurde.

Nürnberg – Der Bayerische Ministerrat hat am 24. März 2026 entschieden, die kulturelle Ausdrucksform „Handwerklicher Geigenbau und Streichbogenbau“ als UNESCO immaterielles Kulturerbe in das Bayerische Landesverzeichnis einzutragen und zur Erhaltung des Handwerks die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis vorgeschlagen. Der Deutsche Geigen- und Streichbogenbau wurde als schützenswertes Kulturgut anerkannt und die bayerische Staatsregierung wird entsprechende Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung ergreifen.

Der Deutsche Musikrat, der den Antrag aktiv unterstützte, stellt klar: Der Geigen- und Bogenbau trägt wesentlich zum Erhalt des weltweiten kulturellen Erbes und zur kulturellen Vielfalt bei. Ein lebendiges Musikleben – die Amateurmusik ebenso wie der Bereich der Profis – ist auf hochwertige Instrumente aus diesen Werkstätten sowie ein fachkundiges Angebot an Reparatur und Restauration angewiesen.

Geigenbaumeister Konrad Kohlert, Fachbereichsleiter Geigenbau im Bundesinnungsverband für das Musikinstrumentenhandwerk, erklärt die Besonderheit dieses Handwerks: „Sowohl Geigen- wie auch Bogenbau sind fordernde, künstlerische Handwerksberufe, die neben einer hohen feinmotorischen Begabung ein sehr gutes Formgefühl und ein gutes Gehör erfordern. Die Fähigkeit zur synergetischen Verknüpfung von traditionellem Holzhandwerk, tiefgründigem Kunst- und Klangverständnis und physikalischen Kenntnissen lässt ein kunsthandwerkliches Streichinstrumentenunikat entstehen, welches ohne den dazu gehörenden Streichbogen im Übrigen nicht funktionieren würde, weshalb Geigen- und Bogenbau stets in symbiotischer Abhängigkeit zueinander zu betrachten sind.“

Die Hintergründe zur Ernennung des „Handwerklichen Geigenbau und Streichbogenbau“ als UNESCO immaterielles Kulturerbe in das Bayerische Landesverzeichnis werden am 24. April auf der „Messe für Musik“ akustika Nürnberg präsentiert. Auf der Solisten Stage in Halle 7A wird der Antragsteller, Geigenbaumeister Konrad Kohlert, die fachlichen Hintergründe erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen.

Über die akustika Nürnberg

Die akustika Nürnberg findet vom 24. bis 26. April in der Messe Nürnberg statt. Über 250 Aussteller aus 24 Ländern präsentieren zur akustika die Vielfalt des handwerklichen Instrumentenbaus, die Messe wächst und belegt nun erstmals zusätzlich die Messehalle 7A. Die Angebotsbereiche der akustika umfassen handwerklich hergestellte, akustische Instrumente, wie Blech- und Holzblasinstrumente, Zupf- und Streichinstrumente, Klaviere, Flügel und Orgeln sowie Akkordeon, Percussion, Noten und Zubehör. Die großen Marken im Instrumentenbereich sowie namhafte Instrumentenbauer aus aller Welt sind vertreten.

Die akustika ist die einzige Branchenplattform dieser Breite in Europa und zieht Musiker aller Leistungsstufen an – von Musikschülern über Laienensembles bis zu Profis – sowie Instrumentenbauer und Händler. In den Tickets zur akustika ist der Besuch der Konzerte (während der Öffnungszeiten der Messe) inklusive. Für Fachbesucher, wie Musikfachhändler, gibt es gesonderte VIP-Business-Tickets mit einem erweiterten fachlichen Angebot und zusätzlichen Netzwerkveranstaltungen. Die Messe-Tickets gibt es noch bis 13. April zum Frühbucher-Preis.

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